Zero Waste – von zu Hause und unterwegs

Den meisten wird der Name „Zero Waste“ bestimmt ein Begriff sein. Das Konzept des müllsparenden Lebens hat sich in den letzten Jahren immer weiter verbreitet und gewinnt immer mehr Anhänger. Um der enormen Umweltverschmutzung durch Plastikmüll- und Verpackungen entgegenzuwirken, steigen immer mehr Firmen auf ressourcensparende und umweltfreundliche Materialien um.

Dieser Beitrag will ein bisschen in das Thema einführen und euch zeigen, wie ihr zuhause und auch im nächsten Urlaub möglichst wenig Abfall produziert, besonders im Bad.

Die meisten Produkte, die erwähnt werden, findet ihr in Drogeriemärkten wie DM oder Rossmann. Ein besonders großes Sortiment findet ihr aber in Bio-Supermärkten wie Alnatura oder in speziellen Drogerien, wie der Naturgerie in Köln. 

ZÄHNE

Wer beim Zähne putzen weniger Müll produzieren will, hat gleich mehrere Optionen. Als Ersatz für herkömmliche Zahnbürsten aus Plastik gibt es beispielsweise welche aus Bambus, zum Beispiel die Humble Brush. Sie ist aus biologisch abbaubarem Material, nachhaltig angebautem Bambus und auch die Verpackung ist umweltfreundlich. Der Kauf unterstützt gleichzeitig Projekte der Humble Smile Foundation, die auf der ganzen Welt soziale Projekte leitet.

Auch Zahnpasta gibt es schon lange nicht mehr nur aus der Tube – zum Beispiel Tabs können eine Alternative bieten. 

KÖRPER

Eins der beliebtesten Produkte, vor allem für Einsteiger, ist wohl die feste Seife. Shampoo, Conditioner und Handseife, sogar Bodylotion, gibt es in Form der Seifenstücke. Oft sind diese Produkte zudem vegan und enthalten keine chemischen Zusatzstoffe wie Parabene oder Sillikone, die nicht gut für Haut und Haare sind.

Wer vielleicht schon etwas länger dabei und experimentierfreudig ist, kann sich auch an andere Sachen wagen. Wie die wiederverwendbare Alternative zu Wattestäbchen, das Oriculi Ohrenstäbchen. Es wird tatsächlich schon seit Jahrhunderten in Asien verwendet und findet jetzt langsam auch seinen Weg in europäische Drogerien.

RASUR

Mit Rasierern sind die meisten vertraut: aber wie wäre es statt einem aus Plastik das nächste Mal mit einem aus Edelstahl? Die plastikfreien Rasierer gibt es schon ab ca. 30 Euro und halten erheblich länger. Besonders schicke Modelle gibt es auch in vergoldet oder matt schwarz.

BEAUTY

Auf ein ganzes Leben kommen leider viele Wattepads zusammen, die nur einmal verwendet und nicht nachhaltig hergestellt wurden. Deswegen entscheiden sich immer mehr für waschbare Abschminktücher. Oft sind sie aus Mikrofaser oder man kann sie auch selber nähen.

Ben & Anna unter den Armen: kommt euch komisch vor? Dann wird es vielleicht Zeit einmal das bekannte plastikfreie Deo auszuprobieren. Die Hersteller der Naturkosmetik bieten dazu auch Deo-Creme und Zahnpasta an, aber auch viele andere Anbieter sind in dem Bereich tätig. Wer also ständigen Müll in Form von Sprühdosen oder ähnlichem vermeiden will, kann auf das vegane Deo umsteigen und dadurch gleichzeitig Umweltorganisationen unterstützen, mit denen Ben & Anna kooperieren.

MONATSHYGIENE

Tabu-Thema Periode? Nicht mit uns!
Immer mehr NGOs beschäftigen sich mit Menstruations- und reproduktiver Gesundheit von Frauen; Themen, die in vielen Ländern und Gesellschaften noch immer ein großes Tabu Thema darstellen.  Gleichzeitig ist das ein Schnittpunkt mit dem Umweltschutz, da durch nachhaltige Produkte eine riesige Menge Müll vermieden werden kann. Neben Binden und Tampons aus Bio Baumwolle gibt es die Menstruationstasse. Die Cups aus Silikon kommen in allen Farben und Größen und werden nach dem Tragen mit heißem Wasser abgekocht. Da sie bis zu mehreren Jahren haltbar sind, sparen sie Müll und gleichzeitig Geld. Tassen bekommt ihr zum Beispiel von einhorn bei dm oder von The Femaly Company.

UNTERWEGS

Die gute Nachricht ist: auch in den Urlaub lassen sich diese Produkte mühelos mitnehmen um auf Shampoo etc. in Probengrößen zu verzichten. Bei socialbnb findet ihr zusätzlich eine Auswahl von Eco-Lodges die wassersparend und umweltschonend sind. Zum Beispiel die Chumbe Island Eco-Lodge verwendet Fotovoltaikenergie, Regenwassersammelsysteme und weitere Technologien, um Wasser zu sparen.

NIMM DIR ZEIT

Für die meisten erfolgt ein Wandel hin zum Zero Waste Lifestyleslangsam und step by step. Und auf einige plastikverpackte Dinge möchte man vielleicht auch einfach nicht verzichten. Ein Kompromiss könnte sein, auch bei herkömmlicher Verpackung auf einen Recycling Anteil oder Produkte zu achten, die vegan und ohne Tierleid hergestellt wurden.

Wer sehen möchte, was Plastikmüll für Auswirkungen auf den Planeten hat, findet eine Reihe an Büchern und Dokumentationen auf Streaming Anbietern oder im Internet, zum Beispiel Seaspiracy.