Reisen neu denken – das sind die coolsten Ideen

Slow Tourism und Ökotourismus, sanfte Fortbewegung, verantwortungsvoll reisen… Das alles sind Begriffe, die bestimmt jede*r in den letzten Jahren schonmal gehört hat. Sie gehören alle mehr oder weniger zu einer neuen Art des Reisens- denn der Tourismus verändert sich. Wir wollen nicht mehr den Massentourismus und die All-Inclusive Urlaube; wir wollen Reisen erleben, Kulturen kennenlernen, die Welt verändern und nachhaltiger sein.

Was es noch so für (neue) Reisetrends gibt und was sie eigentlich bedeuten, erfährst du in diesem Blogeintrag. Vielleicht kennst du ja noch weitere Reiseformen, die wir hier nicht aufgeführt haben! Dann schreib uns doch gerne auf Instagram oder per Mail und berichte von deinen Erfahrungen und deinem Wissen. Und jetzt- ab dafür!

Pic by Annika Gordon on Unsplash

Couchsurfing

Schon gar nicht mehr so neu, aber immer noch mega aktuell ist Couchsurfing. Dabei handelt es sich um ein Gastfreundschaftsnetzwerk. Das bedeutet, du kannst auf verschiedenen Plattformen entweder selbst ein Angebot erstellen und quasi deine Couch- also einen Schlafplatz- anbieten oder aber Angebote finden. Vermittelt werden aber ausschließlich private Wohnungen oder Wohnräume, und deine Übernachtung ist garantiert kostenlos.

Im Fokus steht dabei immer ein zwischenmenschlicher Austausch. Durch Couchsurfing lernst du neue Leute kennen und kommst bei Locals unter, die dir andere Kulturen, anderes Essen, andere Perspektiven und Lebensweisen zeigen können, die deinen Urlaub auf eine ganz neue Art und Weise bereichern.

Picture by Rex Pickar on unsplash

Virtuell reisen

Spätestens seit der Pandemie ist allen klar: Die Welt und unser Leben wird immer digitaler und virtueller- und auch der Tourismus kommt nicht ohne aus. So werden immer mehr virtuelle Reisen angeboten. Ein Beispiel dafür ist Lokafy. Auf der Plattform kannst du bequem vom Sofa aus eine Tour buchen, und eine*r der über 5000 Lokafyer (also quasi Tourguides) in 300 Städten weltweit spricht dann über Videocall mit dir. Er/Sie kann dir Tipps zur Stadt verraten, sie dir virtuell zeigen und dich informieren und inspirieren.

Die Essenz, so sagt Lokafy selbst, sind auch hier wieder die Menschen. Wenn du von zu Hause aus die Welt mit den Augen derer, die an deinem Wunschort leben siehst, merkst du erst, wie sehr alles miteinander verbunden ist. Du stellst fest, dass wir Menschen uns ähnlicher sind als wir denken. Und dass die Dinge, die uns zusammenbringen viel wichtiger sind als die, die uns trennen. So kannst du die Welt nochmal ganz anders, neu und aus anderen Blickwinkeln kennenlernen!

Wwoofing

Nein, wir haben uns nicht verschrieben- das heißt wirklich wwoofing und bedeutet soviel wie „World-Wide Opportunities on organic farms“. Es handelt sich hierbei um ein weltweites Austausch-Netzwerk. Die Grundidee: Besitzer*innen von ökologischen Farmen oder Bauernhöfen bieten freie Kost und Logis an, wenn du als Helfer*in im Gegenzug bei der Arbeit dort hilfst und den Alltag mitgestaltest. Die Aufgaben könnten unterschiedlicher nicht sein, und je nach Saison und Betrieb völlig unvergleichbar. Meistens hilfst du aber, die dort lebenden Tiere mitzuversorgen, gehst bei der Ernte zur Hand oder hilfst beim reparieren der Geräte- wenn du ein wenig handwerkliches Geschick mitbringst.

Die Benefits sind im Grunde nicht großartig anders als die von Couchsurfing oder socialbnb. Du sammelst nicht nur unglaubliche neue Erfahrungen und Eindrücke und lernst neue Dinge. Durch Wwoofing hast du die Möglichkeit, Locals ganz nah kennenzulernen und direkt in ihren Alltag mit einzutauchen. Dadurch, dass du im Gegenzug zu deiner Arbeit dann ja auch Mahlzeiten gestellt bekommst, lernst du auch direkt die in der Region lokale Küche kennen. Besser in eine neue Kultur eintauchen und authentisch reisen geht eigentlich kaum!

Pic by Elaine Casap on unsplash

Lambus

Kennst du das- du stehst in einem fremden Land irgendwo in einem Dorf, hast kein Internet mehr und weißt nicht, welchen Bus du jetzt nehmen sollst oder wo du übernachten kannst? So ziemlich jede*r Reiselustige hatte schon einmal so eine Situation. Und dafür ist die Lambus-App perfekt. Darunter kannst du quasi eine All-In-One-Reiseplattform verstehen.

Du kannst deine ganze Reise in der App durchplanen und speichern, deine Route mit unzähligen Stopps selbst zusammenstellen oder dich von Expert*innen inspirieren lassen. Das ganze kannst du dann auch offline abrufen. Und wenn du mit einer Gruppe zusammen unterwegs bist- kein Problem, denn die können auch darauf zugreifen. Von Flugtickets, Restaurants in deiner Nähe und deinen Dokumenten bis hin zu Wetterupdates, Ausgaben eintragen oder Fotos hochladen ist einfach alles dabei. Eine App plant und organisiert- und du kannst einfach genießen, wer sagt da schon Nein zu?

… und natürlich socialbnb

Socialbnb darf natürlich nicht fehlen auf einer Liste für neues und anders Reisen. Der Grundgedanke: Reisende mit ökologischen oder sozialen Projekten weltweit verbinden und einen Tourismus schaffen, von dem jede*r was hat. Dabei wird folgendes Problem angegangen: Lokale Projekte sind oft in hohem Maße abhängig von Spenden, die aufgrund von mangelnder Aufmerksamkeit oft ausbleiben. Dadurch können sie ihre wertvolle Arbeit nicht umsetzen. Einige Projekte haben jedoch Räumlichkeiten, die du mit socialbnb als nachhaltige Unterkünfte buchen kannst.

Vor Ort erlebst du das jeweilige Projekt hautnah und lernst Land und Leute auf einzigartige Weise kennen. Deine Übernachtung hilft dabei, dass die wertvolle Arbeit der Projekte weitergeführt werden kann und wirkt so der Spendenabhängigkeit entgegen. So leistest du einen wertvollen Beitrag für die Region, in die du reist. Damit wird eine neue Form des nachhaltigen Tourismus geschaffen, von dem alle profitieren.

Hier findest du zum Beispiel die top 5 günstigsten socialbnb’s– oder hier einfach alle die es gibt. Viel Spaß beim Suchen und Buchen!

Pic by socialbnb