REISEERFAHRUNG: SRI LANKA UND DIE TUK-TUKS

Die Tuk-Tuks und wir, drei Wochen lang in Sri Lanka. Kennt ihr diesen faszinierenden Anblick, wenn tausende von Menschen eine Kreuzung überqueren? Wir waren mit unserem eigenen Tuk-Tuk mittendrin.

HALLO, COLOMBO!

Wir kamen in einer der größten Städte Sri Lankas am Flughafen an, Colombo. Ich würde sagen, eine eher unruhige, laute Stadt. Alleine die Taxifahrt zu unserem ersten Hostel verlangte mir viel ab, die Musik dröhnte in meinen Ohren und der Verkehr war grauenvoll, die Vorstellung davon, dass wir in nur wenigen Tagen alleine mitten in diesem Trubel stecken würden, machte mich unruhig.

DIE REISE…

ZENTRALPROVINZ

Bevor wir unser Tuk-Tuk begrüßen konnten, verschlug es uns erstmal in die Zentralprovinz Sri Lankas. Der Weg dorthin war, sagen wir es mal anstrengend, knappe vier Stunden in einem maximal befüllten Zug zustehen, aus welchem sowohl wir als auch unsere Rucksäcke am Zielort gehoben wurden, wird nicht meine Lieblingsart zu Reisen. Dort angekommen bewohnten wir jedoch eine atemberaubende Ecolodge direkt im Dschungel, so direkt, dass man die Affen Nachts über unsere Dächer laufen hörte. Es wurde traditionell tamilisch für uns gekocht, wir haben Elefanten von Nahem beobachten können, haben atemberaubende Tempel besucht und die Pindurangala Rocks erklommen.

OSTKÜSTE

Der Weg führte uns schließlich an einen Strand an der Ostküste, nach Trincomalee bis heute unser absoluter Lieblingsort. Das blaue Wasser und den endlos langen Strand werden wir nie vergessen, das meiste Geld habe ich in dieser Zeit definitiv in Kokosnüsse investiert, aber das war es wert. Wir waren schnorcheln, lagen den halben Tag in der Sonne, haben uns auf jeder Tuk-Tuk Fahrt Tipps und Tricks beim Fahrer abgeschaut und haben noch einmal entspannt, bevor unser Abenteuer richtig los ging. Wir fuhren wieder zurück in die Zentralprovinz Sri Lankas und nahmen den berühmten Zug von Kandy nach Ella, wo wir schließlich unser Tuk-Tuk begrüßen konnten. Unser Ziel: die Südostküste, Arugam Bay.

SÜDOSTKÜSTE

Erstaunlicherweise lief unsere erste Etappe ziemlich gut, was vermutlich daran lag, dass die Strecke ausschließlich übers Land ging und uns vielleicht vier Autos entgegenkamen. In Arugam Bay angekommen warteten wieder unglaubliche Strände auf uns. In dem fürs Surfen bekannte Ort, wimmelte es nur von jungen Leuten und wir hatten die Möglichkeit mal so richtig Party zu machen.

UNSER TUK-TUK

Die nachfolgenden Fahrten wurden abenteuerlicher, dies begann schon beim Tanken. In ein Tuk-Tuk passt nicht wirklich viel Benzin, also befüllten wir Plastikflaschen, als Trichter dienten dann Blätter nahliegender Bäume, alles ganz normal. Bei Regen besitzt das Tuk-Tuk eine Art Regencape, problematisch ist nur, dass die Spiegel ebenfalls davon bedeckt werden und folglich nichts bringen und man doch nass wird. Tankanzeigen funktionieren auch nur in den seltensten Fällen und wenn einem das Gespür dafür fehlt, wann der Tank leer wird, bleibt man wie wir drei Mal hintereinander stehen. Die Gastfreundschaft der Menschen in Sri Lanka ist jedoch nicht zu unterschätzen, bei jedem Problem wurde uns herzlich geholfen. Mein persönliches Highlight: Kreuzungen, einfach drauflosfahren und hoffen, ist die Devise. Irgendjemand hat schon Mitleid mit dir und lässt dich vor, Ampeln sind dabei völlig überflüssig

MEIN FAZIT

Unser Tuk-Tuk ermöglichte uns, Ort zusehen, an welche wir sonst niemals gekommen wären. Wir erlebten Situationen, welche wir nie vergessen werden.

Von Mara Kersten