Nachhaltige Entwicklung in Uganda – ein Interview mit Stella von der Intercultural Development Agency

Im weiteren Verlauf ihrer Reise nach Uganda besuchte unser Gründungsteam die Intercultural Development Agency in Kampala und hatte ein tolles Gespräch mit der Gründerin und Programmdirektorin, Stella Aikiteng. IDA hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für die Themen Kinderarbeit und Kinderschutz zu schaffen. Mit deiner Übernachtung in diesem socialbnb unterstützt du also die nachhaltige Gemeindeentwicklung und Bildung durch kreative Künste. In diesem Interview gibt Stella persönliche Einblicke in ihre Arbeit, ihre Vision und ihre Motivation, dieses großartige soziale Projekt zu starten und eine nachhaltige Entwicklung in Uganda voranzutreiben. Bleib dran!

Was ist die Vision der Intercultural Development Agency?

Stella: Die Intercultural Development Agency, kurz IDA, hat die Vision einer von Armut befreiten Bevölkerung in Uganda. Und unser Auftrag besteht im Wesentlichen darin, die Umwelt zu erhalten. Wir wollen sicherstellen, dass die Ressourcen nachhaltig genutzt werden, verstehst du? Und wir fördern klimafreundliche Lösungen, egal, was wir tun. In der Landwirtschaft zum Beispiel, die ich gerade erkläre, fördern wir Themen mit hoher Qualität, um die Böden nicht zu zerstören.

Ich will nicht alles aufzählen, und ja, das ist im Grunde genommen. Aber wir gehen dieses Thema auf verschiedenen Ebenen an. Wie ich bereits angedeutet habe, lenken wir die Aufmerksamkeit auf Jugendbeschäftigung, Ernährungssicherheit und Kinderschutz. Denn all dies zusammen ist ein ganzheitlicher Ansatz für ein Programm und trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.

Eines der Dinge, die wir fördern, ist der Austausch von Wissen zwischen den Generationen. Eine der Lektionen, die wir zum Beispiel während der COVID-19-Pandemie gelernt haben, als sie gerade ausgebrochen ist, bestand darin, wie sie unsere Umwelt beeinflusst. Denn als die Pandemie gerade ausgebrochen war, konnte man weder importieren noch exportieren. Die Grenzen waren geschlossen. Das hat uns also zurückgeworfen. Was haben unsere Vorväter getan? Früher wurden weder Pestizide noch Düngemittel importiert. Wie haben sie es dann geschafft, alles aufrecht zu erhalten? Die Ernährungssysteme, die Saatgutsysteme.

Wir kehrten also in die Zeit unserer Vorfahren zurück. Wir lernten das Wissen der Ureinwohner – den ökologischen Landbau. Natürlich müssen wir vorbereitet sein, nicht um pessimistisch zu sein, aber für den Fall, dass es in der Zukunft zu weiteren Ausbrüchen oder Pandemien kommt. Deshalb fördern wir den Wissensaustausch zwischen den Generationen und möchten, dass junge Menschen mit älteren zusammenarbeiten. Wir alle wollen die besten Methoden der modernen Landwirtschaft erlernen.

Was motiviert dich persönlich dazu, in diesem Bereich zu arbeiten?

Stella: Zunächst einmal habe ich eine Leidenschaft für gemeinnützige Arbeit. Bei allem, was ich tue, kann ich keine Zufriedenheit finden, wenn dieser Bezug nicht vorhanden ist. Aber wenn ich mir die Gemeinden ansehe, die ich im Laufe der Zeit unterstützt habe, glaube ich auch, dass ich eine emotionale Bindung zu ihnen aufgebaut habe, weil man die Bedürfnisse einschätzen und verstehen kann.

In Norduganda zum Beispiel habe ich während meiner Arbeit über fünf Jahre lang gelebt. Ich habe also verstanden, was dort passiert. Man kann das, was man tatsächlich weiß, nicht einfach unter den Teppich kehren, weißt du? Es braucht Aufmerksamkeit. Ich sage nicht, dass ich diejenige bin, die alles bieten kann. Aber wir alle haben einen Beitrag zu leisten, um den tatsächlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, nicht den angenommenen, sondern den tatsächlichen Bedürfnissen. Wenn es also um diese Region geht, und ich bin hier geboren, dann habe ich gesehen, was während meiner Kindheit passiert ist. Ich habe die Probleme mit der Vernachlässigung von Kindern gesehen. Ich weiß darüber Bescheid. Ich habe arme Menschen gesehen, die hungern.

Wenn man sieht, wie ein Kind hungert, weiß man, dass die Menschen nur begrenzte Flächen haben und nicht in großem Stil anbauen können. Die Zahl der Familienmitglieder ist größer als die Nahrungsmittelproduktion. Der Hunger ist groß. Ich habe gesehen, wie Überschwemmungen die Lebensmittelversorgung der Menschen beeinträchtigen. Ich sehe also die Auswirkungen des Klimawandels, aber ich habe auch Kinder gesehen, die vom Widerstand der Armee und der Regierung betroffen sind. Ich habe verlassene Kinder gesehen, ich habe gesehen, wie Familien getrennt wurden. Wir haben Konflikte und deren Auswirkungen in der Gemeinschaft gesehen. Wir haben also diese Bereiche ausfindig gemacht und aus erster Hand gesehen, wie die verschiedenen Faktoren Einfluss nehmen. Das hat zu unserer Motivation, das Projekt zu starten, beigetragen.

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