Backpacking Route durch Peru – Tipps & Tricks

Du interessierst dich für Peru und hast beschlossen, eine Tour durch das wunderschöne Land in Südamerika zu machen. Das einzige, was dir zu deinem Glück noch fehlt, ist eine Backpacking Route? Dann bist du hier genau richtig. Wir haben einige Infos über das Reiseland zusammengestellt. Darüber hinaus hat eine liebe Studierendengruppe von der Universität Bremen eine Backpacking Route durch Peru für dich ausgearbeitet – genauer gesagt durch den Süden Perus – die du alleine oder sogar mit Freund*innen antreten kannst. Na dann mal los!

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Warum Peru?

Peru ist zweifellos eines der farbenfrohesten Länder der Welt: das Blau des Titicacasees, das Gelb der Wüste von Ica, das Grün des Regenwalds, das Weiß der Gletscher in den Anden – und natürlich die bunten Textilien und Trachten, die alle Farben des Regenbogens widerspiegeln.

Rebecca Hesse

Das wohl bekannteste Aushängeschild Perus ist die Ruinenstadt Machu Picchu. Vermutlich hast du auch direkt ein Bild von der atemberaubenden Kulisse vor Augen: die terrassenförmige Stadt, die im 15. Jahrhundert von den Inkas zwischen zwei Berggipfeln errichtet wurde. Die Berge sind der gleichnamige Machu Picchu (alter Berg) und der Huayna Picchu (junger Berg). Auf fast 2.500 Metern Höhe ragt die Stadt in den Anden hervor und sorgt für eine einzigartige Kulisse. Es handelt sich bei der historischen Stätte um ein UNESCO-Welterbe, das definitiv einen Besuch wert ist.

Peru lässt Berg- und Wanderherzen höherschlagen und zieht Reisende mit seinen magischen Orten nur so an. Die älteste Stadt des amerikanischen Kontinents befindet sich übrigens in Peru: Caral. Sie wurde 2327 vor Christus erbaut und liegt in der Nähe von Lima, der Hauptstadt. Die Metropole hat circa 8.570.000 Einwohner*innen und ist das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Peru mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Warst du schonmal in Lima?

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Backpacking Route durch Peru

Lea Bertram aus der Studierendengruppe der Universität Bremen schildert dir eine einzigartige Route:

Erster Halt: Cusco

Unsere Reise startet in Cusco – der ehemaligen Hauptstadt des Inkareichs – die mittlerweile als Mittelpunkt der Anden und gleichzeitig als Ausgangspunkt für die meisten Reisen im Süden des Landes dient. Die Anreise zu unserem ersten Reiseziel erfolgt aus Deutschland mit dem Flugzeug. Der Flughafen Cusco liegt 20 Minuten mit dem Taxi, bzw. 30 Minuten mit dem Bus von der Unterkunft Qosqo Maki entfernt. Sie steht für Bildung und Gleichberechtigung und unterstützt seit 1990 Kinder und Jugendliche, die auf den Straßen Cuscos leben. Qosqo Maki gibt ihnen die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, Verantwortung zu übernehmen und ihre persönlichen Fähigkeiten zu stärken.

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Von Cusco aus lohnt sich ein Ausflug zum Machu Picchu. Am besten erreichst du diesen mit dem PeruRail. Das ist ein Zug, der zur Kleinstadt Aguas Calientes fährt, die am Fuße des Machu Picchu liegt. Von dort aus folgt eine zweistündige Wanderung, um auf den Berg zu gelangen. Für Besucher*innen, die zum ersten Mal den Machu Picchu besuchen oder unerfahren im Wandern sind, eignet sich eine geführte Tour. Hierfür gibt es unzählige lokale Anbieter*innen. Aber auch Cuscos Altstadt hat dir Einiges zu bieten. Sie besteht aus vielen historischen Gebäuden, weshalb sich eine Sightseeing-Tour mit einem Local anbietet.

Das heilige Tal in Ollantaytambo

Von Cusco aus gelangt man in 1,5 Stunden mit dem Bus nach Ollantaytambo. Hierbei handelt es sich um ein großes Tal inmitten der Berge. Du kannst Salzterassen, kleine Dörfer, Ruinen und spektakuläre Sonnenaufgänge und -untergänge sehen. Das nächste socialbnb Mi Pequeña Ayuda befindet sich ebenfalls hier. Diese Einrichtung unterstützt Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder geringem Einkommen in verschiedenen Bereichen (z.B. Bildung, Gesundheit, Sport, Soziales etc.). Des Weiteren gibt es ein Programm zur Gemeinschaftsentwicklung, ein Bildungsprogramm sowie Gesundheits- und Sozialhilfe-Kampagnen, mit denen die Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Lebensqualität zu verbessern.

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Chivay – das Tor zum Colca Canyon

Von Ollantaytambo geht es ein ganzes Stück südlich nach Chivay. Die Anreise erfolgt per Auto (9 Stunden) oder mit dem Bus (10 Stunden). Chivay ist der Eingang zum Colca Canyon – der zweit tiefsten Schlucht der Welt, die du bei deiner Backpacking Route durch Peru auf jeden Fall gesehen haben solltest.

Die Unterkunft Intiwawa Colca – Casa del Inka bekämpft Armut in den Dörfern vor Ort, indem sie Kindern und Jugendlichen Hilfsmittel zur Verfügung stellt, um eine autonome Gemeinschaft zu bilden, in der Intiwawa als Organisation nicht mehr benötigt wird. Kinder und Eltern sollen die Möglichkeit haben, ihren Lebensstandard zu verbessern und ihre Träume zu verwirklichen. Ein weiteres Ziel dieser Organisation ist die Bekämpfung der nicht selten vorkommenden häuslichen Gewalt. Um diese Ziele zu erreichen, führt Intiwawa Projekte in den Bereichen Bildungs- und Gesundheitsförderung sowie Stärkung der soziokulturellen Werte und Umweltwerte durch.

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Arequipa

100 Kilometer von Chivay entfernt liegt Arequipa. Mit dem Bus dauert die Anreise ca. 3,5 Stunden. Hier befindet sich das 1579 gegründete Kloster, das vielmehr eine kleine Stadt im Zentrum bildet. Ein Besuch mit einem lokalen Guide lohnt sich, da dir dieser alles über die Geschichte erzählen kann. Ebenfalls vorzufinden ist das socialbnb Intiwawa Arequipa, welches zu dem vorherigen socialbnb in Chivay gehört und dieselben Werte und Ziele verfolgt.

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Der Regenwald von Puerto Maldonado

Von Arequipa geht es nach Puerto Maldonado. Die schnellste Anreise sind zwar 4,5 Stunden mit dem Flugzeug, du kannst aber auch 13,5 Stunden mit dem Auto oder dem Bus fahren, um einen Inlandsflug zu vermeiden und die Landschaft mit einigen Zwischenstopps zu genießen. Puerto Maldonado liegt nah an der Grenze zu Bolivien. Hier findest du den Regenwald vor, der gleichzeitig der Ausgangspunkt für Exkursionen in die Wildnis ist.

Eine Stunde von Puerto Maldonado entfernt befindet sich das letzte socialbnb unserer Reise Sustainable Amazon – Finca Las Piedras. Die Organisation legt ihren Fokus auf den Erhalt der natürlichen Ressourcen im Amazons durch nachhaltige Landwirtschaft, biologische Forschung und Überwachung sowie Engagement und Bildung.

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Von hier aus lohnt sich ein Ausflug zur Puente Billinghurst, die mit 723 Metern längste Brücke Perus, welche den Rio Madre de Dios überquert und gleichzeitig als Symbol der Stadt dient. Du kannst den Regenwald zu Fuß erkunden oder eine bequeme Bootstour machen.

Vom Flughafen Puerto Maldonado geht es nach einer unvergesslichen Reise und mit vielen großartigen Erinnerungen schließlich wieder zurück nach Hause.

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Lieben Dank für diese tolle Backpacking Route, Lea! Deinem Abenteuer steht nichts mehr im Weg – es muss nur noch gepackt werden. Schau dir doch gerne hier unsere Backpacking Packliste an, um keine wichtigen Dinge auf deinem Trip nach und durch Peru zu vergessen. Melde dich noch heute zu unserem kostenlosen Newsletter an und erhalte monatlich die Chance, eine Übernachtung in einem socialbnb deiner Wahl zu gewinnen.

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