5 TIPPS FÜR NACHHALTIGES WANDERN

Wandern wird immer beliebter. Gerade in Zeiten von Corona wollen immer mehr Menschen Zeit in der Natur verbringen und vom Alltag zuhause abschalten. Klingt erstmal nach einer guten Sache, je mehr Menschen jedoch in die Natur fliehen, desto gefährdeter wird diese. Auch schon vor Corona haben bestimmte, sehr beliebte Touristenregionen oder Orte unter Massen von Touristen gelitten. Es ist also klar, es wird umso wichtiger auch beim Wandern immer nachhaltiger zu handeln um einen möglichst geringen Impact in der Natur zu hinterlassen.

Wenn du dich an folgende Tipps für eine nachhaltige Wanderung hältst, ist dies aber auf jeden Fall möglich:

1. Die Anreise

Mit der Fahrt zu deinem Startpunkt der Wanderung fängt es bereits an. Wenn du allein mit dem Auto dorthin fährst, ist dies natürlich nicht nachhaltig. Deshalb fahre, wenn möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Bahn. Für die sehr sportlichen unter euch ist es vielleicht auch eine Möglichkeit die Wanderung mit einer Radtour zu kombinieren und so zum Startpunkt zu gelangen.

2. Die Ausrüstung

Auch bei der Kleidung und Ausrüstung sollte auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Zunächst gilt: Je weniger du neu kaufst desto besser. Vor allem wenn du ein Wander-Neuling bist, musst du dich nicht mit der gesamten Ausrüstung eindecken. Meistens reicht normale Sportkleidung völlig aus und alles andere, spezielle Wanderrucksacke können ausgeliehen werden. Bei den Schuhen solltest du allerdings auf die Qualität achten. Wanderschuhe sind das A&O beim Wandern und sollten daher gut ausgewählt werden, damit du auch lange etwas davon hast. Generell solltest du, wenn du Sachen neu kaufst, auf eine gute Qualität achten und darauf, dass die Produkte aus recycelten und nachhaltigen Materialien hergestellt wurden.

3. Müll und Verpflegung

Klingt selbstverständlich, ist es aber leider nicht. Immer wieder sieht man auf Wanderungen, dass am Wegesrand Verpackungsmüll, Essensreste wie Obstschalen oder Taschentücher liegen. Deshalb sollte man zum Wandern immer einen Müllbeutel mitnehmen, um den Müll zu Hause entsorgen zu können.

Generell solltest du, um Müll zu vermeiden, zu Snacks wie z.B. Obst, Gemüse oder selbstgemachten Müsliriegeln ohne Verpackung greifen. Außerdem ist es immer sinnvoll eine wiederbefüllbare Trinkflasche dabei zu haben.

4. Respekt

Dies gilt für die Natur, für die Tierwelt aber auch für Mitmenschen.

Um dich rücksichtsvoll gegenüber Tieren zu verhalten, solltest du Wege nicht verlassen und Wanderungen in der Dämmerung und Dunkelheit vermeiden. Außerdem ist es wichtig immer Abstand zu den Tieren zu halten und sie niemals zu füttern. Die Vermeidung von Lärm ist genauso wichtig, nicht nur für die Tiere, sondern auch für andere Menschen, die die Ruhe in der Natur genießen möchten. Dass du in der Natur so wenig veränderst wie möglich sollte auch selbstverständlich sein. Es sollen keine Blumen gepflückt, Äste abgebrochen oder Dinge als Souvenir mitgenommen werden.

5. Überfüllte Orte meiden

Je mehr Wanderer desto größer ist der Eingriff in die Natur. Deshalb sollte man als Ziel für die Wanderung einen Ort wählen, der nicht so bekannt und überlaufen ist. Das ist nicht nur besser für die Natur, sondern man kann auch die Ruhe genießen.

Beispiel: Machu Picchu

Einer dieser viel besuchten und überfüllten Orte ist der Machu Picchu. Bei den meisten steht die Inka-Stätte, zurecht, ganz oben auf der Bucket List. Auch Lisa aus unserer socialbnb community war dort unterwegs und musste feststellen, der Machu Picchu ist kein Ort um entspannt Wandern zu gehen und die Ruhe zu genießen.

Um die spektakuläre Stätte zu besuchen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt mit den Touristenbussen oder man wandert. Die beliebteste Wanderroute ist der Inka Trail. Leider ist dieser, genauso wie die Möglichkeit mit dem Bus hochzufahren ziemlich überfüllt.

Der Zutritt zum Trail, der vorab gebucht werden muss, wird täglich nur ca. 500 Besuchern und auch nur mit einem Guide und in Kleingruppen gestattet. Die Genehmigungen sind bereits Monate im Voraus ausgebucht.

Aber auch hier gibt es einige zusätzliche Dinge, die man beachten kann, um seinen Trip zum Machu Picchu nachhaltiger und vor allem auch entspannter zu gestalten.

Zuerst sollte man die Möglichkeit in Betracht ziehen, seinen Besuch nicht zur Hauptreisezeit von April bis Oktober zu planen, sondern in den Randmonaten. In dieser Zeit kann es zwar noch häufiger regnen als in der Hauptreisezeit, es sind aber auch weniger Touristen unterwegs. In den Monaten Dezember bis März ist die Wanderung nicht zu empfehlen, da dann Regenzeit ist. Außerdem wird der Trail im Februar für Wartungsarbeiten geschlossen.

Es gibt aber auch alternative Wanderrouten, die zum Machu Picchu führen. Der Salkantay Trek beispielsweise ist sehr spektakulär, aber nicht so überfüllt wie der Inka Trail, was aber auch daran liegen könnte, dass die Wanderung deutlich anstrengender ist.

Sicherlich wird dies für die meisten keine Möglichkeit sein, aber es gibt auch alternative Attraktionen zum Machu Picchu. Wer eine Inka-Stätte in den Bergen Perus aber ohne Touristentrubel wie am Machu Picchu besuchen möchte, kann alternativ zur Ruinenstadt Choquequirao wandern. Sie liegt in ca. 3000 Metern Höhe, ist ähnlich aufgebaut wie der Machu Picchu und ist in einer Wanderung von drei bis vier Tagen erreichbar.

Wir hoffen, dass diese Tipps euch für eurer nächste Wanderung inspiriert haben! Wenn ihr euch für eine Reise nach Peru interessiert, solltet ihr jetzt diese Travel Experience lesen!